Kurztrip nach Togliatti

8.2.2010 Fastenzeit hat begonnen

"Zum Glück haben wir viele Bekannte, wie meinen alten Konkurrenten und jetzigen Rennleiter in Togliatti, Oleg Kurguskin, so dass wir zum Aufwärmen ins geheizte Fahrerlager konnten", zollte Gerd Riss den Eisspeedwayfahrern und den Zuschauern Respekt, die am Wochenende in Togliatti die ersten beiden GP-Läufe absolvierten. Zusammen mit dem Bahnsport-Mäzen Hubert Reischmann aus Leutkirch, dem Fan-Club-Vorsitzenden Rolf Weder sowie Sergej Kasakov und seiner Frau war Riss am Donnerstag über Moskau in die Lada-Stadt Togliatti angereist. Bei Temperaturen von tagsüber Minus 20 Grad, am Samstag hatte es bei Rennbeginn minus 30 Grad, hiess es "viel Essen und Wodka". "Das war der Abschluss meiner Winterphase, jetzt wird wieder Gewicht gemacht für die kommende Langbahnsaison", begann mit der Rückkehr am Montag die persönliche Fastenzeit des Weltmeisters. 

Dominator gefeiert

2.1.2010 - Gerd Riss und sein Fanclub starten gemeinsam ins neue Jahr

Fan-Club Vorsitzender Rolf Weder mit Gerd Riss und dem WM-Pokal Fan-Club Vorsitzender Rolf Weder mit Gerd Riss und dem WM-Pokal

Rund zweihundert Gäste aus der Welt des Bahnsports sind am Samstag in die Turn- und Festhalle nach Seibranz gekommen, um mit Motorradweltmeister Gerd Riss den Abschluss eines überaus erfolgreichen Jahres zu feiern. Fanclub-Vorsitzender Rolf Weder würdigte in seiner Laudatio vor allem die Summe der gesammelten Titel und die lange Zeit an der Spitze: „Das ist einmalig in der Geschichte.“

„Diese Saison ist eine der erfolgreichsten in deiner nun fast 30 Jahre währenden Karriere“, stellte Weder fest. Zwei Weltmeisterschaftstitel und die Deutsche Meisterschaft sind 2009 zum Sammelsurium der Erfolge bei Gerd Riss hinzugekommen. Darüber hinaus wurde er „Sportler des Jahres“ im Landkreis Ravensburg und vom ADAC mit einem „Sonderpreis für herausragende Leistungen“ ausgezeichnet. „Du hast auf allen Rennbahnen den Ruf des Dominators“, sagte Weder, der das Jahr 2009 noch einmal Revue passieren ließ: „Es gibt nichts und niemanden mehr, an dem du dich noch messen könntest.“ Zu Jahresabschluss- und WM-Feier waren zahlreiche Fahrerkollegen aus Nah und Fern angereist, unter anderem Riss’ Teamkollegen aus der deutschen Nationalmannschaft Matten Kröger und Richard Speiser, Grasbahn-Europameister Stefan Katt, Ex-Eisspeedway-Weltmeister Sergej Kasakov und Bernd Diener, der mit seinen 50 Jahren noch etwas länger aktiv ist als Riss und in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum auf der Rennbahn feiern konnte. Ebenso mit dabei waren die Fahrerkollegen Daniel Bacher, Marcel Dachs, Klaus Peter Gerdemann, Friedrich Ruf und die Eisspeedwayfahrer Anton Zmaga (Russland) und Jari Ahlbom aus Finnland. Zu den Gratulanten gehörten auch Vertreter verschiedener Vereine, denen Riss angehört, angefangen beim MSC Leutkirch, bei dem der Multiweltmeister seine ersten Runden mit dem Motorrad drehte. Vom MSC Schwarme gab es ein T-Shirt mit der Ziffer „zwölf“ und damit der Aufforderung zum erneuten Titelgewinn und die MSV Herxheim eine goldene und gut gefüllte WM-(Schub-)Karre mit Wein und Pfälzer Spezialitäten.